Der Zischgeles 3.004 m - eine Skitour über die Nordflanke - in den Stubaier Alpen

ZischgelesBesonders schwer war für uns die Auswahl einer einzigen Skitour in den Stubaier Alpen. Für den Zischgeles (für Tiroler ist der Gipfel männlich) haben wir uns schließlich entschieden, weil die Abfahrt einfach großartig ist und die Aussicht von diesem Gerade-schon-Dreitausender ebenfalls. Vor vielen Jahren schrieb eine Alpinzeitschrift, der Zischgeles sei eine „einsame Skitour". Nun, das hat sich gründlich geändert. Der Zischgeles ist einer der meistbesuchten Skigipfel im Seilrain - und das aus gutem Grund: Hindernislose, teilweise ordentlich steile Hänge vom Gipfel bis zum Parkplatz! In der Nachbarschaft - ebenso beliebt, aber weniger steil - die Lampsenspitze. Das reicht für ein ausgefülltes Wochenende, wenn man im gemütlichen Alpengasthof Praxmar nächtigt.

AUSGANGSPUNKT: Praxmar, 1.689 m, ein Ortsteil von Gries im Sellrain Taxi Jenbach

AUFSTIEG: Vom großen Parkplatz etwas südlich des Alpengasthofs Praxmar, links von einem tief eingeschnittenen Bachbett, steigt man auf einem Rücken bis in eine Höhe von 2.000 m auf und verfolgt dann eine weite Mulde bis zum Talschluss. Nun über einen großartigen Steilhang (mitunter lawinengefährdet, mehrere Unfälle!) durch das „Kamplloch" zum Skidepot in etwa 2.900 m Höhe. Über die unschwierigen Blöcke des Ostrückens zum Gipfel. Skiouren Tirol

 Zischgeles
 Höhenunterschied (Hm): 1.350 m
 Aufstiegszeit: 4 Std.
 Beste Jahreszeit: Hochwinter - Frühjahr
 Skitechn. Schwierigkeit: III
 Lawinengefahr: Erheblich
 Hangrichtung Aufstieg: N, NO 
 Hangrichtung Aufstieg: N, NO
 Talort: Gries im Sellrain, 1187 m 

ABFAHRT: Wie Anstieg. Bei günstigen Verhältnissen können gute Skiläufer unmittelbar vom Gipfel über die steile und felsdurchsetzte Nordflanke abfahren. Oder durch das „Sattelloch". Ist der riesige Steilhang schon stark verspurt, wählt man die meist weniger befahrene Route durch das Sattelloch. Vom Skidepot links halten (Richtung Nord), bis man nach einigen sperrenden Felsen in nordöstlicher Richtung ins Sattelloch einfahren kann. Nach den Felsen des Kampelschrofens kommt man (etwa in 2.350 m Höhe) über einen steilen Osthang zur Anstiegsspur zurück.